Nora besucht ihre alte Schule.Heute gibt es dort eine neue Sporthalle und einen Computerraum.Als sie Schülerin war, hatten sie nur eine kleine Halle.Computer standen damals in der Bibliothek.Vor dem Gebäude trifft Nora ihren früheren Lehrer.Sie sprechen über den Schulweg.Nora musste jeden Morgen vierzig Minuten mit dem Bus fahren.Sie konnte im Bus lesen, aber oft war es zu laut.Heute wohnt sie zehn Minuten von ihrer Berufsschule entfernt.Trotzdem kommt sie manchmal knapp an.„Früher warst du immer pünktlich“, erinnert sich der Lehrer.Nora lacht.„Der Bus hat nicht auf mich gewartet.Jetzt denke ich jeden Morgen: Ich habe noch Zeit.“Am Montag stellt sie ihren Wecker fünf Minuten früher.Am Montag klappt ihr neuer Plan.Nora erreicht die Schule früh und kann vor dem Unterricht noch einen Tee trinken.Sie setzt sich zu einer Mitschülerin, die immer eine Stunde unterwegs ist.Die beiden vergleichen ihre Wege.Nora geht zu Fuß.Ihre Mitschülerin fährt zuerst mit dem Bus und dann mit der Bahn.Bei Verspätungen muss sie manchmal lange warten.Nora erzählt von ihrem früheren Schulweg.Damals hat sie die Zeit im Bus oft als verloren gesehen.Heute merkt sie, dass sie dort auch Freunde getroffen und viele Bücher gelesen hat.Für den nächsten Tag packt sie ihre Tasche schon am Abend.Ein kurzer Weg allein macht den Morgen eben noch nicht ruhig.