Nach unserem Picknick wurde der Himmel plötzlich dunkel, und ein lautes Grollen ließ die Bäume zittern.Wir packten sofort die Decke, die Brotdose und die Flaschen ein, weil der Regen bereits an den Rändern der Bäume herunterlief.Der geplante lange Rückweg durch den Park war keine gute Idee mehr, also entschieden wir, zum nahen Bahnhof zu laufen, wo wir Schutz finden konnten.Auf dem Weg zum Bahnhof hörten wir das Rauschen des Regens, das immer stärker wurde.„Wir müssen schnell sein, sonst werden wir komplett nass“, sagte ich zu meiner Schwester, die einen Regenschirm in der Hand hielt, den sie gerade erst ausgepackt hatte.Sie nickte und wir beschleunigten unser Tempo, bis wir das alte Backsteingebäude des Bahnhofs erreichten.Dort schlossen wir die Tür hinter uns und setzten uns auf die Holzbank im Wartebereich.Im Wartezimmer griff ich nach meinem Handy und rief zu Hause an, um zu sagen, dass wir das Picknick verschieben müssten.Meine Mutter verstand sofort und versprach, das nächste Mal ein größeres Zelt mitzubringen.Während wir warteten, hörten wir das Pfeifen des ankommenden Zuges und das Quietschen der Bremsen.Als die Tür zum Bahnsteig öffnete, sahen wir den Zug, der bereits voll mit Reisenden war.Wir stiegen ein, setzten uns gegenüber und sahen aus dem Fenster, wie das Gewitter über den Feldern tobte.Der Zug fuhr langsam weiter, und ich dachte daran, das Picknick bei besserem Wetter zu wiederholen.Die neue Planung fühlte sich plötzlich viel sicherer an.